Top-Radrouten

Iron Curtain Trail - EuroVelo 13

Höhenprofil

405,89 km Länge

Tourendaten

  • Schwierigkeit:
  • Strecke: 405,89 km
  • Aufstieg: 2.387 Hm
  • Abstieg: 2.777 Hm
  • Dauer: 21:00 h
  • Niedrigster Punkt: 133 m
  • Höchster Punkt: 667 m

Eigenschaften

  • Etappentour

Details für: Iron Curtain Trail - EuroVelo 13

Kurzbeschreibung

Die Radroute ist auf ihrer gesamten Strecke gut ausgeschildert. Auf Ihrem Weg durch Niederösterreich, Tschechien und der Slowakei finden Sie verschiedene Arten von Wegweisungen. Die Europäische Flagge mit der 13 stellt das durchgehende Symbol der Radroute dar! Eine Abbildung der vorhandenen Wegweiser finden Sie hier.

Beschreibung

Sowohl auf niederösterreichischer Seite (Wald- und Weinviertel), als auch auf tschechischer Seite wurde die Strecke durchgehend neu beschildert. Bis 2019 wird die Radroute weiter für den Gast aufbereitet und Geschichten, Natur und Kultur rund um das Thema Eiserner Vorhang werden im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar gemacht!

Startpunkt der Tour

Gmünd

Zielpunkt der Tour

Bratislava

Wegbeschreibung

Etappe 1 - České Velenice/Gmünd – Litschau, 38 km

Gmünd-Eibenstein-Steinbach-Alt Nagelberg-Groß Nagelberg-Brand Nagelberg-Finsternau-Litschau

Individuelle Anreise nach Gmünd im Waldviertel. Die ehemalige Kuenringerstadt Gmünd präsentiert sich ihren Besuchern mit einem facettenreichen Angebot. Das Alte Rathaus dominiert den Gmünder Stadtplatz, der einen herrlichen Blick auf die einmaligen Sgraffito-Häuser freigibt und ein wunderschönes Ambiente zum Bummeln und Verweilen bietet. Der gesamte Stadtplatz ist heute eine denkmalgeschützte Zone. Bis 1989 teilte der Eiserne Vorhang die beiden Städte Gmünd und České Velenice. Gmünd war eine geteilte Stadt, ähnlich wie Berlin. Nur, dass zwischen Gmünd und Ceske Velenice keine Mauer stand, sondern ein Stacheldrahtzaun und Wachtürme. Die Grenze verlief mitten durch die Stadt, zum Teil sogar durch Häuser.
Von Gmünd führt die Strecke Richtung Norden. Die erste Etappe ist gerade richtig für den Einstieg, verläuft sie doch in angenehmer Ebene nach Brand - Nagelberg. Immer wieder begegnet man den Schmalspurbahnschienen, welche nach Litschau führen bzw. zwischen Altnagelberg und Heidenreichstein auch noch mit Dieselloks im Sommer befahren werden. Traditionelle Handwerkskunst gibt es dann im Glaskunstdorf Brand-Nagelberg zu bestaunen. Vom Feuer bis zum fertigen Produkt kann man hier den Weg des Glases mitverfolgen. Danach führt die waldreiche und landschaftlich sehr abwechslungsreich schöne Strecke über Finsternau in die nördlichste Stadt Österreichs - nach Litschau, wo man sich im Strandbad am Herrensee von der Radtour herrlich entspannen kann.
Tipp: Die erste Etappe Gmünd – Litschau des Iron Curtain Trails kann auch als Rad-Sternfahrt der „Bad & Bahn Tour“ genutzt werden. Mehr Infos zu den Rad-Sternfahrten gibt es unter: http://www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-waldviertel



Etappe 2 - Litschau - Slavonice, 35 km

Litschau-Schandachen-Leopoldsdorf-Parten-Návary-Veolov-Landstejn-Stare Mesto pod Landstejnem-Kadolec-Slavonice

Von Litschau führt die Strecke über Schandachen, Leopoldsdorf und Parten bei Reingers nach Tschechien. Für Gourmets gibt es keine bessere „Erdäpfelregion“ als das nördliche Waldviertel. Genießen Sie daher die regionale Küche in einem bodenständigen Wirtshaus! Tipp! Das urige Top Wirtshaus – Gasthaus Perzy in Rottal!
In Tschechien führt sie die Radroute zunächst durch die Region „böhmisch Kanada“. „Böhmisch Kanada“ – diesen Namen erhielt das Naturreservat Prirodni park Ceska Kanada nordwestlich von Slavonice wegen seiner dünnen Besiedlung, dem rauen Klima und den endlosen, von Teichen und „Steinmeeren“ durchsetzten Wäldern. Im Naturpark ist auch die Burgruine Landstejn, eine erhaltene Ruine einer romanischen Burg, welche sehr sehenswert ist. Sie befindet sich am Grenzschnittpunkt von Böhmen, Mähren und Österreich. Nach einem Trip durch die Natur pur gelangt man wieder in die Stadt – Slavonice. Die wunderschönen Renaissance-Häuser in der Altstadt von Slavonice wirken wie in edlen Stein gemeißelte, feinste Spitze. Die malerische Stadt gehört zu den schönsten des Landes!

Etappe 3 - Slavonice - Drosendorf, 39 km   

Slavonice-Fratres-Rappolz-Neuriegers-Piesecne-Zupanovice-Desna-Schaditz-Nonndorf-Autendorf-Drosendorf an der Thaya

Nach drei Grenzübertritten gelangt man vorbei am Golf- und Reiterdorf Autendorf ins mittelalterliche Drosendorf. Die Stadt liegt auf einem hohen Felssporn, der an drei Seiten von der Thaya umflossen wird. Als einzige österreichische Stadt ist sie von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben.
Barocke Fassaden und alte Bürgerhäuser rahmen den Hauptplatz ein. Tipp! In der Hauptsaison kann man mit dem Erlebniszug Reblaus Express von Retz nach Drosendorf und zurück fahren. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Etappe 4 - Drosendorf - Hardegg, 35,5 km

Drosendorf-Unterthürnau-Oberthürnau-Vrantenin-Uhercice-Stalky-Safov-Ruegers-Felling-Hardegg

Von Drosendorf geht es nach Oberthürnau und weiter geradeaus über die Grenze nach Vratenin.
Ein denkmalgeschütztes Dorf mit ehemaligem Kloster der Augustiner-Barfüßer und interessantem Barockgebäude der früheren Poststation. Auf dem Weg Richtung Uhercice werden Ihnen neben den Kreuzen und Heiligenfiguren am Straßenrand auch kleine Betonbunker auf dem Feld auffallen, die vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Das Renaissanceschloss zählt mit seinen Arkadengängen und Barockgarten zu den wertvollsten Baudenkmälern Südmährens, ist aber heute in einem kritischen Zustand. Nach Uhercice geht es durch den Wald bergab in das tief eingeschnittene Tal der Thaya und anschließend wieder hinauf in die malerische Ortschaft Stalky. Bis nach Felling führt der Weg nun zwischen den Feldern durch eine leicht gewellte, dünnbesiedelte Landschaft. In Safov zeugt die große Anzahl der erhaltenen Grabsteine zeugt bis heute von der Bedeutung der örtlichen Judengemeinde. Der Friedhof gehört zu den ältesten in Südmähren. Weiter Richtung Hardegg bieten die Langauer Bergwerkseen eine erstklassige Bademöglichkeit. Man fährt vorbei an Schloss Ruegers, eines der eindrucksvollsten Barockschlösser Österreichs mit vollständig eingerichteten Prunkräumen weiter nach Felling. In Felling befindet sich Österreichs einzige Perlmuttdrechslerei. Da wird gezeigt, wie aus Muscheln und Schneckenschalen Perlmuttknöpfe und Schmuck erzeugt werden! Nach Felling tauchen Sie in die dichten Wälder des Nationalparks Thayatal ein, und es geht steil hinab bis auf die Sohle des Thayatals, wo das Städtchen Hardegg mit seiner herrlichen Burg vor Ihnen auftaucht. Die kleinste Stadt Österreichs an der Grenze zwischen Österreich und Mähren!
Lassen Sie sich auch das moderne Besucherzentrum des Nationalparks nicht entgehen, selbst wenn Sie dazu den Anstieg auf der Straße Richtung Merkersdorf bis aus dem Wald hinaus in Kauf nehmen müssen. Im grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal/Podyjí blieben durch den Eisernen Vorhang zahlreiche gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten erhalten.

Etappe 5 (für Sportliche, MTB) - Hardegg - Znaim, 25 km

Hardegg-Cizov-Lukov-Podmoli-Masovice-Znojmo

Von Hardegg geht es über die Thayabrücke anschließend hinüber in den tschechischen Nationalpark Podyji. Ein starker Anstieg führt bis aus dem Wald, von wo es mit Schwung wieder hinunter nach Cizov geht. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher zur Hardegger Warte, wo sich ein herrlicher Ausblick über das Städtchen Hardegg bietet. In Cizov erwartet Sie das Besucherzentrum des tschechischen Nationalparks Podyjí und ein Rest des Eisernern Vorhangs als Mahnmal. Nach der Talfahrt zum Cizover Teich löst ein Waldweg die Asphaltstraße ab und kurz darauf erreichen Sie den einstigen Kolonnenweg nach Lukov und folgt den Obstalleen über Podmoli und Masovice. Über die Terrassen von Hradiste, die einen schönem Rundblick über die Stadt Znaim gewähren gelangt man nach Znaim. Entlang des Baches Granicky potok gelangt man hinunter bis auf die Talsohle, wo man die Stadt Znaim auf dem Felsplateau über der Thaya von unten betrachten kann. Die gut erhaltene Stadtmauer aus der Gründungszeit Znaims, die Kirchen und die unregelmäßigen Straßen, Gassen und dreieckigen Plätze zeugen von einer "gewachsenen" gotischen Stadt. Die Rotunde St. Katharina (Katharinen-Kapelle), die St. Nikolaus-Kirche, der Rathausturm und das außerhalb der befestigten Stadt liegende Prämonstratenserkloster Klosterbruck sowie der Znaimer Untergrund gehören zu den weiteren Sehenswürdigkeiten für die man sich nicht weniger als einen Tag Zeit nehmen sollte.

Etappe 6 - Znaim - Retz, 26 km

Znaim-Konice-Popice-Havraniky-Satov-Mitterretzbach-Oberretzbach-Retz

Von der Talsohle führt eine Brücke auf die andere Flussseite, wo sofort der Anstieg durch eine Wochenendsiedlung und über Heidegebiete hinauf auf den Gipfel der Kravi hora beginnt. Hier kann man sich nochmals umschauen und den Panoramablick über die Altstadt von Znaim genießen. Durch die Orte Konice, Popice bis nach Havraniky säumen nicht nur Weingärten, sondern gleichzeitig auch unzählige Kreuze, Marterl und Kapellen den Weg. In Satov, der letzten Station vor der österreichischen Grenze befinden sich drei Infanteriebunker und einem Lehrpfad als Mahnmal sowie Reste des Eisernen Vorhangs aus Drahtzaunfeldern, Wachturm und Betonfahrzeugsperren.
Die weitere Fahrt steht ganz im Zeichen des Weines und der Blick über Reblandschaft tut sich auf. Sie lernen reizvolle Weinorte wie Mitterretzbach und Oberretzbach kennen und können Winzern bei der Arbeit zusehen. Denn Sie kommen ins Weinviertel, das fest mit der Tradition des Weinbaus verbunden ist. Zierde der Winzerdörfer sind neben den schönen Kirchlein die pittoresken Kellergassen! Kellergassen werden im Weinviertel als kulturhistorische Besonderheit angesehen und prägen seit vielen Jahren das Weinviertel und seine Landschaft. Die Weinkeller in den Kellergassen wurden früher als Produktions- und Lagerstätten genutzt. Heute wird der Wein meist in den Weingütern selbst gekeltert, aber an vielen Orten werden die Kellergassen gepflegt und zu besonderen Anlässen wieder zum Leben erweckt. Sehenswert an der Strecke ist in Retzbach auch der Aussichtspunkt Heiliger Stein, ein Schalenstein, der vermutlich schon in prähistorischer Zeit als Kultplatz diente. Nach kurzem auf- und ab gelangt man in die Stadt Retz. Der Reichtum, den sich die Stadt im Mittelalter durch den Weinhandel erwarb, spiegelt sich in den prachtvollen Renaissancebauten am Hauptplatz und dem unterirdischem Labyrinth - dem größten historischen Weinkeller Österreichs – wieder. Auch die Retzer Windmühle, die einzige betriebsfähige und ausschließlich mit natürlicher Windkraft betriebene Getreidemühle Österreichs und das Wahrzeichen von Retz, ist einen Besuch wert!

Etappe 7 - Retz - Laa, 50 km

Retz-Ragelsdorf-Jetzelsdorf-Auggenthal-Haugsdorf-Alberndorf-Untermarkersdorf-Hadres-Seefeld Kadolz-Jaroslavice-Hrádek-Dyjákovice-Hevlín-Laa an der Thaya

Von Retz aus erwartet Sie ein flacher, anspruchsloser Streckenabschnitt durch das weite Pulkautal, bekannt für seine Kellergassen und als Handlungsort der Krimis von Autor Alfred Komarek rund um Inspektor Polt. Hadres hat die längste geschlossene Kellergasse des Landes. Von der Gemeinde Seefeld-Kadolz mit ihrem Barockschloss geht es bergauf bis zur Grenze und wieder hinab in den Ort Jaroslavice. Über dem Ort thront ein renovierungsbedürftiges Renaissanceschloss von beträchtlichen Ausmaßen. Ein Abstecher von vier Kilometern führt von Jaroslavice nach in den Nachbarort Slup wo sich die größte Wassermühle in Südmähren aus der Spätrenaissance befindet. Sie besitzt vier funktionsfähige Wasserräder und einen Mühlkanal. Nach Jaroslavice folgen die Jaroslavicer Teiche, die eine der größten Wasserflächen in Mähren darstellen. Sie sind zum Vogelschutzgebiet Natura 2000 ernannt worden. Zwischen Dyjákovice und Hevlín verläuft die Route größtenteils auf ehemaligen Kolonnenwegen. Weiter führt die Strecke schnurgerade nach Laa an der Thaya. Hier erwartet Sie neben der Therme Laa als Gesundheits-, Wellness- und Beautyzentrum ein historischer Stadtkern mit altem Rathaus, Bürgerspital, Reckturm und Burg Laa.

Tipp! Erfahren Sie mehr über die Krimireihe von Inspektor Polt und erkunden Sie die Drehorte per Rad. Auf den Spuren von Polt

Etappe 8 - Laa - Valtice, 42 km  

Laa an der Thaya-Neudorf bei Staatz-Wildendürnbach-Pottenhofen-Mikulov-Sedlec-Uvaly-Valtice

Die Wege sind hier von herrlichen Alleen gesäumt. Nach Wildendürnbach gelangt man bergauf und bergab zum Kellerberg am Galgenberg – der schönsten Kellergasse Niederösterreichs des Jahres 2013. Rund um den Galgenberg reihen sich malerisch 184 Weinkeller. Über sie wacht ein Kirchturm ohne Kirche am Gipfel. Es gibt Kellergassenführungen, Weinproben oder eine Kellerjause auf Vorbestellung. Auf Ihrem Weg nach Mikulov sollten Sie aber auf jeden Fall noch eine Pause an der Grenze einlegen, wo sich der schönste Rastplatz Südmährens befindet. Er hat die Form einer Weinpresse und gleichzeitig einer Sonnenuhr und ist der perfekte Ort um den Blick auf das imposante Barockschloss Mikulov auf einer Felskuppe über der Stadt zu genießen. Die märchenhafte Stadt Mikulov liegt mitten in den Weinbergen. Historische Altstadt mit romantischem Stadtplatz, das Schloss sowie Sehenswürdigkeiten der ehemaligen jüdischen Gemeinde sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf dem Weg von Mikulov nach Uvaly befahren Sie einen früheren Kolonnenweg und erfahren zwischen Mikulov und Sedlec auf Infotafeln verschiedene Methoden die zur Flucht und der Überwindung des Eisernen Vorhangs genutzt wurden. Auch ein Denkmal das Tor zur Freiheit erinnert an die Grenztoten. Von Uvaly geht es bergan zu den Reistenkolonnaden - eine monumentale klassizistische Kolonnade, die mit Figuren aus der antiken Mythologie verziert ist - wo sich die stimmungsvollste Aussicht auf die Stadt Valtice mit dem imposanten Barockschloss sowie auf die Kulturlandschaft Lednice-Valtice eröffnet.
Ab Grenzübergang Valtice-Schrattenberg wartet dann im einstigen Gebäude der Grenzrotte das Museum des Eisernen Vorhang auf Ihren Besuch. Während einer halbstündigen Führung erfahren Sie alles über die technische Ausführung der Grenzanlagen und ihre Gefahren für Flüchtlinge, über die Ausrüstung der Grenzsoldaten sowie eine Verhörzelle und die Nachbildung eines Grenzzaunes.
Bergab geht es weiter nach Valtice. Das Schloss Valtice (Feldsberg) war über Jahrhunderte im Besitz der Familie Liechtenstein, ab 1560 repräsentierte es die Hauptresidenz der Dynastie. Die jeweiligen Besitzer des Anwesens beschäftigten viele bekannte Künstler. Das Schloss gilt als einer der bedeutendsten Belege für die Barockarchitektur in Tschechien. Der einstige Barockgarten mit Statuen und kleinen Bauwerken wurde in einen natürlichen Landschaftspark umgewandelt. Das Schlossareal ist Teil der UNESCO-Kulturlandschaft Lednice-Valtice und ist ein einzigartiger Park mit romantischen Bauten und Teichen zwischen den Schlössern Valtice und Lednice.

Etappe 9 - Valtice – Mannersdorf/March, ca. 64,5 km (31 km Rad & Bahn)

Valtice-Reintal-Altlichtenwarth-Hausbrunn-Hohenau-SK-Suchohrad- Záhorska Ves-Überfahrt Fähre-Angern an der March-Mannersdorf an der March

Von Valtice geht es über den Grenzübergang Reinthal wieder auf österreichische Seite. Auf dem Weg nach Altlichtenwarth genießen Sie den Dreiländerblick, die Aussicht bietet bei schönem Wetter einen wunderbaren Blick über das nordöstlichste Stück von Niederösterreich, nach Tschechien und in die Slowakei. In Altlichtenwarth ist die Kellergasse Silberberg sehenswert, das Kellerviertel zieht sich über sieben Etagen entlang des Silberberges. Über den langgezogenen Ort Hausbrunn gelangt man dann nach Hohenau an der March. Hier befinden sich die March Thaya Auen. Eines der spannendsten Feuchtgebiete Mitteleuropas! Ein Abstecher zur Thaya-March-Flussmündung im Dreiländereck (A/CZ/SK) lohnt sich ebenso wie ein Besuch der vogel.schau.plätze Hohenau-Ringelsdorf, ein Vogelparadies mit Forschungsstation. Weiter geht es über die Marchstraße nach Osten zur Brücke über die March in die Slowakei.

Tipp! Kombination Bahn & Rad: Valtice - Hohenau, 31 km per Rad und Hohenau-Mannersdorf/March per Bahn
Wer nicht die ganze Etappe von Valtice nach Mannersdorf an der March radeln möchte, kann einen Abschnitt der Strecke von Hohenau aus mit der Bahn (im Stundentakt) abkürzen.

Auf der Straße fährt man Richtung Moravský Svätý Ján, dann geht es weiter umgeben von Feldern durch ruhige Landschaft. In diesem Abschnitt bis zur Abzweigung nach Malé Leváre fliegen des öfteren Fischreiher oder Störche über die Köpfe der Radfahrer und der Auwald entlang der March ist immer in Sichtweite. Dann passiert man eine alte Grenztruppenkaserne, die derzeit die größte militärische Hundeschule der Slowakei beherbergt. Nach Malé Levare schwenkt der Weg wieder auf die March zu und folgt dem begradigten Flüsschen Rudava. Vorbei an Suchohrad, einer Gemeinde der nach 1948 jede Entwicklungsperspektive abgesprochen wurde, geht es nach Záhorska Ves, das ein ebensolches Schicksal erleiden musste. Es verlor ihre Industrie und einen Großteil ihrer Bevölkerung. Es ist das westlichste Dorf der Slowakei. Erst seit 2001 gibt es die Fährverbindung ins österreichische Angern an der March. Nach der Überquerung der March gelangt man wieder auf österreichische Seite. Von Angern gelangt man in Kürze nach Mannersdorf an der March. Mannersdorf ist bekannt für seine hervorragenden Weine und die idyllischen Weinkeller. 129 Weinkeller sind in sieben übereinander liegenden Kellerreihen angeordnet. Sehenswert ist die Rochuskapelle (Wutzelburg). Sie wurde im Jahre 1638 als Pestkapelle erbaut und ist eines der bedeutendsten Bauwerke der italienischen Renaissance in Niederösterreich. Von hier aus hat man eine herrliche Aussicht bis weit in die Slowakei.

Etappe 10 - Mannersdorf - Bratislava, 51 km       

Mannersdorf an der March-Angern an der March-Überfahrt Fähre-Záhorska Ves-Vysoká pri Morave-Devinske Jazero-Devínska Nová Ves-Devín-Bratislava

Von Mannersdorf an der March geht es retour in die Slowakei nach Záhorska Ves. Weiter durch Felder bis Vysoká pri Morave, das seinerzeit vom Eisernen Vorhang regelrecht durchtrennt war. Anders als die anderen Orte ist dieser Ort im Wachstum begriffen. Weiter südlich fährt man wieder eng am Ufer der March vorbei und bei der kleinen Ansiedlung Devinske Jazero gibt es einen Imbissladen. Dann sieht man links das Werksgelände von Volkswagen Slovakia und rechts eine eindrucksvolle Bogenbrücke, die die Bahnverbindung zwischen Bratislava und Wien gewährleistet. Auf Höhe Devínska Nová Ves bildet seit 2012 die Fahrradbrücke der Freiheit die Verbindung zwischen dem EuroVelo 13 auf slowakischer Seite und dem Kamp-Thaya-March-Radweg sowie dem Marchfeldkanal-Radweg auf österreichischer Seite bei Schlosshof. Die Stahlkonstruktion wurde in grenzüberschreitender Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Slowakei errichtet, auch als Symbol für die gute Nachbarschaft. Ein Abstecher nach Schlosshof, lohnt sich! Es erwartet Sie Österreichs größte Schlossanlage auf dem Lande und einst kaiserlicher Landsitz – Schauplatz für lebendiges Barock. Die March entlang geht es dann weiter nach Süden nach Devín. Links befindet sich der Sandberg, er ist ein Überbleibsel eines Meeresriffes des tertiären Meeres und Teil der Kleinen Karpaten, und befindet sich im Naturreservat Devínska Kobyla (Thebener Kogel). In Devín erhebt sich die Burg Theben/Hrad Devín als imposante Festungsanlage auf dem Felsmassiv am Zusammenfluss von March und Donau. Unter dem Thebener Felsen am Zusammenfluss March Donau befindet sich ein Mahnmal zum Eisernen Vorhang mit Resten eines Stacheldrahtes und einem Militärbunker. Das leuchtend weiße Denkmal Tor zur Freiheit erinnert an deportierte, vertriebene und bei Fluchtversuchen getötete Personen. Auf der Straße geht es weiter nach Bratislava. Eine Brücke bringt die Radfahrer auf die andere Seite der Donau, die Aussicht auf den majestätischen Fluss und die Hauptstadt Bratislava ist prächtig. Bratislava ist die einzige Hauptstadt der Welt, die an zwei Staaten grenzt und ist das politische und kulturelle Zentrum der Slowakei. Man nennt die Stadt auch die Schönheit an der Donau und hat eine denkmalgeschützte Altstadt und ist eine moderne Metropole.
Bei der „Nový most“, der neuen Brücke, nahe der Innenstadt befindet sich die neue Anlegestelle des Twin City Liners. Der Katamaran stellt eine Verbindung zwischen den Stadtzentren der slowakischen Hauptstadt Bratislava und der österreichischen Hauptstadt Wien in 75 Minuten her.

WICHTIGE INORMATION! Die Radroute EuroVelo 13 verläuft auf slowakischer Seite auf dem Abschnitt Theben – Bratislava auf der „Devínska cesta“. Diese Verbindung ist eine Hauptverkehrsachse, die verstärkt von LKW´s und Bussen benutzt wird und wo die Geschwindigkeitsbegrenzung häufig nicht beachtet wird. Die Strasse ist sehr schmal und oft ohne Bankett. Auch ist die Staubbelastung durch den Betrieb einer Deponie und eines Steinbruches in der Nähe erheblich. Daher empfehlen wir von Theben ca. 5 km retour nach Devínska Nová Ves zu fahren und mit der Bahn nach Bratislava zu fahren!

Weitere Infos / Links

Im Weinviertel gibt es über 100 RADfreundiche Betriebe, die besonders auf die Bedürfnisse der Radfahrer eingehen.
Eine Auflistung aller Betriebe finden Sie auf unserer Website.
Über die Filterfunktion können Sie sich bequem die Betriebe der gewünschten Radroute anzeigen lassen.
Eine weitere Filterung ermöglicht Ihnen die Suche nach einer passenden Unterkunft bzw. einem passenden Gastronomiebetrieb.

Ebenso finden Sie im Waldviertel radfreundliche Unterkünfte und Gastronomiebetriebe die speziell auf die Bedürfnisse von Radfahrern ausgestattet sind.